Enno Spannagel
Dev · Designer · Sysadmin · Geek

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Was ich mache

Von Code bis Cloud, von Pixel bis Produktion. Neun Disziplinen, die sich über zwei Jahrzehnte aufgebaut haben.

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Web Experience

Websites und Web-Apps, die schnell laden und gut aussehen. Vom One-Pager bis zum komplexen Portal — alles custom, kein Baukasten.

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Visual Branding

Logo, Farben, Typografie — deine Marke, konsistent über alle Kanäle. Damit man dich wiedererkennt.

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AI Solutions

n8n-Workflows, Custom-AI-Apps, API-Integrationen. Lass die Maschinen die langweilige Arbeit machen.

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Game Development

3D-Welten, Game-Engines, interaktive Erlebnisse. Von der Idee zum spielbaren Produkt.

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Tech Support

Wenn's brennt, bin ich da. IT-Probleme lösen, bevor sie größer werden — schnell und ohne Hotline-Warteschleife.

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Smart Living

Home Assistant, IoT, Automatisierung. Dein Zuhause macht, was du willst — auch wenn du nicht da bist.

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Custom Software

Keine Software von der Stange. Individuelle Tools, die genau das tun, was du brauchst.

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Cloud Infrastructure

Docker, Hosting, Deployment, CI/CD. Infrastruktur, die skaliert und nachts keine Überraschungen liefert.

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Systems & Networks

Netzwerke, Server, Firewalls — sauber aufgesetzt, sicher konfiguriert, zuverlässig im Betrieb.

Enno Spannagel

Enno Spannagel

Angefangen hat alles mit Pixeln — Druckvorstufe, Photoshop, Vektorgrafik. Dann kamen 3D-Welten, Messestand-Visualisierungen, Websites. Irgendwann standen Server im Keller und KI-Modelle auf der GPU.

Heute mache ich alles davon. Nicht weil ich muss, sondern weil ich's kann und es mir Spaß macht. Neun Fachgebiete, die sich über zwei Jahrzehnte aufgebaut haben — nicht aus einem Business-Plan, sondern aus Neugier und dem Drang, Dinge selbst zu bauen.

Ich bin kein Studio, keine Agentur, kein Corporate-Sprech. Ich bin ein Typ, der Sachen baut. Wenn du jemanden suchst, der mitdenkt statt nur abarbeitet — meld dich.

runtime
25+ yrs
skills.length
9
status
online
coffee
critical

Womit ich arbeite

Von Photoshop bis Docker, von Python bis Proxmox. Mein tägliches Werkzeug.

Adobe Photoshop
Adobe Illustrator
Adobe InDesign
Adobe Premiere Pro
Adobe After Effects
Adobe Acrobat
CorelDRAW
Cinema 4D
3ds Max
Autodesk Maya
Bryce / Terragen
Poser / DAZ Studio
Blender
HTML / CSS
JavaScript
PHP
SQL / MySQL
Python
CMS (WordPress, Joomla, TYPO3)
Windows Server / AD
Linux (Ubuntu, Debian, CentOS)
Proxmox / VMware / Hyper-V
Docker & Container
Nginx / Apache / Reverse Proxy
Bash / Shell Scripting
TCP/IP, DHCP, DNS, DDNS
VPN (WireGuard, OpenVPN)
VLAN, Routing & Switching
Firewall (pfSense, iptables, UFW)
SPF, DKIM, DMARC
SSL/TLS, Let's Encrypt
n8n / Make
OpenAI API / Anthropic API
Ollama / Local LLMs
Stable Diffusion / ComfyUI
LangChain / RAG Pipelines
Prompt Engineering
Microsoft 365
Windows
Linux
macOS

Anwendungsbereiche

Grafik & Layout CI/CD & Branding Claim & Anzeigengestaltung Werbemittel & Druck Produktdesign & Publishing Fotografie & Bildbearbeitung Fotoeffekte & -manipulation 3D-Modellierung & Rendering 3D-Animation & VFX CAD & Stereografie Videoschnitt & Postproduktion Nachvertonung Sound & Music Design Special Effects Webdesign & Frontend Backend (PHP/MySQL) CMS-Entwicklung Server-Administration Netzwerkmanagement DNS & E-Mail-Hosting Virtualisierung KI-Integration Workflow-Automatisierung Smart Home / IoT

Ausgewählte Projekte

Ein Auszug aus über zwei Jahrzehnten — von Grafikdesign und 3D bis hin zu Web und Infrastruktur.

commit #a3f72b1

Industrie & Corporate Design

Homepage-Entwicklung, Grafik & Layout für namhafte Unternehmen: PERI (Schalungs- & Gerüsttechnik, Weißenhorn), Dauphin, Züco und Interstuhl (Büromöbel), Thermo King (Transportkühlung), ArteInterior, DELTA-V, Bromberger, Hörger & Partner u.v.m.

Webdesign Corporate Design Print
commit #e8c41d0

Messestand-Entwicklung

Konzeption und Umsetzung von Messeständen für Thermo King, Züco u.a. auf internationalen Messen wie ORGATEC, Biennale und IAA — von der Idee über die 3D-Visualisierung bis zur Umsetzung mit Messebauern.

3D-Visualisierung Messedesign Konzeption
commit #7b9f3c2

X-Plosive — 3D-Animation

3D-Animationsproduktion für die erfolgreiche Rockband X-Plosive aus Oberschwaben-Allgäu — Preisträgerin beim Deutschen Rock&Pop Preis. Visuelle Effekte und Animationen für Live-Shows und Promotion.

3D-Animation VFX Musikbranche
commit #d4a6e91

Architektur-Visualisierung

3D-Visualisierung für Ott Architekten Augsburg — unter anderem für den Neubau des Sheridan Park Centers, einem preisgekrönten Architekturprojekt auf dem ehemaligen Kasernengelände in Augsburg.

3D-Rendering Architektur Visualisierung
commit #f2b08a5

Werbung & Kampagnen

Werbekampagnen für Schwenk/Heidelberger Zement, Shirtalarm.de, Huck Spiele Günzburg u.a. — dazu 3D-Animationen und Werbung für diverse Events und Veranstaltungen.

Werbung 3D-Animation Events
commit #5c1d7e3

Cavalli Design — Luxus-Handys

Freier Mitarbeiter für den exklusiven Handy-Veredler Cavalli Design — 3D-Visualisierung und Rendering hochwertiger Luxus-Mobiltelefone mit Edelmetallen und Swarovski-Kristallen.

3D-Visualisierung Produktdesign Luxussegment
commit #91ae4f6

Event Academy Group

Freier Mitarbeiter für die Event Academy Group Stuttgart im Rahmen von „Model of Germany“ — Aufgaben in den Bereichen Marketing & Kommunikation, Event-Promotion und Visuals.

Marketing Kommunikation Events
commit #0b3fc82

Web & IT-Infrastruktur

Mitarbeit an der Homepage der Stadt Schelklingen. Administration von Netzwerken im Raum Ehingen und Ulm. Druckvorstufe, Internetprogrammierung und Grafik bei @exe LeRoux, Erbach. Aktuelle Projekte: Simona Musik, Blamasch, Kreative Ulm.

Webentwicklung Netzwerk IT-Administration

npm list --clients

PERI Dauphin Züco Interstuhl Thermo King ArteInterior DELTA-V Bromberger Hörger & Partner Gasthof Brauerei zum Schwanen DJ Franky-Boy Wittmann Beton Wolfgang Baumbast Schweizermacher Architektursommer München Roma Burgau Ott Architekten Augsburg Ehinger Zeitarbeit Mayser Finanz Schwenk / Heidelberger Shirtalarm.de Huck Spiele Günzburg Stadt Schelklingen @exe LeRoux, Erbach Simona Musik Blamasch Kreative Ulm
PERI Dauphin Züco Interstuhl Thermo King ArteInterior DELTA-V Bromberger Hörger & Partner Gasthof zum Schwanen DJ Franky-Boy Wittmann Beton Schwenk Shirtalarm Huck Stadt Schelklingen @exe LeRoux Roma Ott Architekten Ehinger Zeitarbeit Blamasch Simona Musik Architektursommer München PERI Dauphin Züco Interstuhl Thermo King ArteInterior DELTA-V Bromberger Hörger & Partner Gasthof zum Schwanen DJ Franky-Boy Wittmann Beton Schwenk Shirtalarm Huck Stadt Schelklingen @exe LeRoux Roma Ott Architekten Ehinger Zeitarbeit Blamasch

Aus der Werkstatt

Was entsteht, wenn Neugier auf Feierabend trifft. Eigene Experimente zwischen Hardware, KI und Code — nicht für Kunden, sondern weil's geht.

branch: biosense

BioSense — Vitalwerte aus dem WLAN

Zwei handelsübliche ESP32, kein Wearable, keine Kamera: Atmung und Herzschlag werden allein aus den Störungen im WiFi-Signal gemessen. Die komplette Signalverarbeitung (DSP) läuft direkt auf dem Mikrocontroller.

ESP32 WiFi-CSI DSP
branch: nv-broadcast-linux

NV Broadcast für Linux

Ein Nachbau von NVIDIA Broadcast für Linux: KI-gestützte Hintergrund­entfernung und Rauschunterdrückung für die Webcam — komplett lokal auf der GPU gerechnet, ohne Cloud, ohne Abo.

Python CUDA KI / ML
branch: lordvarus-network

LordVarus — Game-Server-Netzwerk

Ein eigenes Multiplayer-Server-Netzwerk mit selbst entwickelten Plugins: klickbare Hologramm-Teleporter, ein komplettes RPG-Framework und ein selbst gebautes Admin-Dashboard für Monitoring und Steuerung.

Java Backend Game-Dev
branch: ki-esp

KI-Assistent auf dem ESP32

Ein sprachgesteuerter KI-Assistent auf einem Chip für ein paar Euro: Wake-Word, Spracherkennung und Antwort — Firmware-Modding bis runter auf die OTA-Partition.

ESP32 C++ Voice-AI
branch: reviscout-pro

ReviScout Pro — Inspektion digital

Android-App plus eigene OLED- und TFT-Firmware für die digitale Schachtdeckel-Inspektion: Foto, GPS, Offline-Sync und ein eigener Update-Server — von der Platine bis zur App alles selbst.

Android Firmware Full-Stack
branch: nexus-hud

Nexus HUD

Ein System-Monitor-Daemon für das 5-Zoll-Display der Tastatur: Live-Stats zu CPU, GPU und Netzwerk direkt unter den Fingern, sauber als Hintergrunddienst angebunden.

Python Hardware USB

Forschung & offene Fragen

Fünf Ideen, an denen ich forsche — dort, wo billige Sensorik, Machine Learning und Physik aufeinandertreffen. Kein Produkt, kein Roadmap-Zwang: ein Spielfeld für Hypothesen, die zu gut sind, um sie nicht auszuprobieren.

enno@9es:~/research$ cat terrasense.md experimental
R&D · 0x01

TerraSense

Die vernetzte Welt als seismischer Sinn

// ziel

Aus bereits vorhandener Infrastruktur — dem globalen Internet-Backbone, günstigen Vibrationssensoren und sogar Tierverhalten — ein verteiltes Frühwarnsystem für Erdbeben und Umweltereignisse bauen. Der Kerngedanke: nicht ein teurer Spezialsensor, sondern Millionen schon existierender Datenquellen, gemeinsam ausgewertet, sehen mehr und früher als jedes Einzelinstrument.

// technischer_ansatz

Drei Ebenen, per Machine Learning fusioniert. (1) Latenz-Layer: ein Server pingt tausende Internet-Endpunkte weltweit im Millisekunden-Takt — Bodenbewegungen verändern die Laufzeiten in erdverlegten Glasfasern minimal; Zeitreihen landen in einer Time-Series-DB, Anomalie-Erkennung via Autoencoder oder Isolation Forest. (2) Vibrations-Layer: günstige MEMS-Beschleunigungssensoren (ESP32 + ADXL355) als Citizen-Science-Knoten; statt Rohdaten werden per Edge-Processing kompakte Vibrations-Embeddings übertragen — klassifizierbar wie Text. (3) Fusion-Layer: ein multimodales Modell verknüpft Latenz-Anomalien, Vibrationsmuster und weitere Vorboten (ionosphärische Daten, Tierverhalten) und wird gegen USGS-/EMSC-Ground-Truth validiert.

stack ▸ Python/FastAPI · MQTT-Telemetrie · InfluxDB/TimescaleDB · Grafana · self-hosted auf Proxmox/Hetzner

Machine Learning MEMS / ESP32 Time-Series Anomaly-Detection Sensor-Fusion
$ less terrasense_full.md · 5 sektionen · these → machbarkeit → ziel → hardware → vision
// die_these

Erdbeben, Vulkanaktivität und großräumige Umweltereignisse hinterlassen Spuren in Systemen, die nie als Sensoren gedacht waren. Sie verändern die Laufzeiten in erdverlegten Glasfaserkabeln, sie versetzen Gebäude und Bäume in Mikrovibrationen, sie verändern messbar das Verhalten von Tieren. Jedes dieser Signale ist für sich schwach, verrauscht und kaum zu deuten. Die zentrale Hypothese von TerraSense lautet: Wenn man hunderte oder tausende dieser ohnehin existierenden Datenquellen gleichzeitig auswertet und mit maschinellem Lernen fusioniert, entsteht ein dichtes, redundantes Frühwarnnetz, das mit bereits vorhandener Infrastruktur auskommt — und das Ereignisse früher und flächendeckender erkennt als teure Einzelinstrumente.

Anders gesagt: Statt einen weiteren teuren Spezialsensor in den Boden zu setzen, machen wir die Welt, die ohnehin schon vollständig vernetzt und versensort ist, selbst zum Messgerät.

// machbarkeit & umsetzung

Hier ist Ehrlichkeit wichtig, denn die drei Ebenen sind unterschiedlich gut belegt:

Vibrations-Ebene — solide und sofort baubar. Günstige MEMS-Beschleunigungssensoren sind heute so empfindlich, dass verteilte Bürger-Seismik real funktioniert. Das Projekt Raspberry Shake beweist seit Jahren, dass ein Netz aus Hobby-Sensoren echte seismologische Daten liefert. Diese Ebene ist kein Forschungsrisiko, sondern Stand der Technik.

Fusions-Ebene — machbar mit heutigem ML. Mehrere verrauschte Signalquellen zu einem robusten Gesamtbild zu verbinden, ist genau die Disziplin, in der moderne Modelle stark sind. Validierung gegen offene Erdbebenkataloge (USGS, EMSC) liefert die nötige Ground-Truth.

Internet-Latenz-Ebene — der eigentliche Pionier- und Risikoteil. Dass Licht innerhalb von Telekom-Glasfasern als hochpräziser Seismograf dient, ist wissenschaftlich etabliert (Distributed Acoustic Sensing, DAS). Die deutlich kühnere TerraSense-Idee — Bodenbewegung allein aus der von außen gemessenen Ping-Latenz zwischen Internet-Endpunkten herauszulesen — ist dagegen unbewiesen. Das Signal-Rausch-Verhältnis ist die offene Frage. Genau hier liegt das echte Forschungsabenteuer: Falls es trägt, wäre es ein rein softwarebasiertes, globales Sensornetz ganz ohne neue Hardware.

Die ehrliche Einordnung: TerraSense liefert schon dann einen Mehrwert, wenn nur die Vibrations- und Fusionsebene funktionieren. Die Latenz-Ebene ist die Wette mit dem höchsten Einsatz und dem höchsten möglichen Gewinn.

// ziel & begründung

Erdbebenfrühwarnung rettet nachweislich Leben — schon zehn bis sechzig Sekunden Vorwarnzeit reichen, um Aufzüge anzuhalten, OPs zu unterbrechen, Gasleitungen zu schließen. Das Problem klassischer Netze: Sie sind teuer und geografisch extrem ungleich verteilt. Weite Teile des Globalen Südens, die seismisch hochgefährdet sind, haben kaum Abdeckung.

Ein crowdgesourctes, softwarezentriertes Netz ist radikal günstiger zu skalieren. Ein Sensorknoten kostet wenige Euro statt zehntausende. Genau das macht die Idee gesellschaftlich wertvoll: Sie demokratisiert eine Technologie, die heute nur reiche Regionen sich leisten. Und selbst wenn man die exotische Latenz-Hypothese verwirft, bleibt ein funktionierendes Bürger-Seismiknetz als Ergebnis — ein wissenschaftlich und praktisch nützliches Nebenprodukt.

// hardware-aufbau
Sensorknoten · Citizen-Science-Einheit
  • ESP32 als Controller und WLAN-Anbindung
  • MEMS-Beschleunigungssensor (ADXL355 für hohe Präzision, alternativ MPU6050 als Budget-Variante)
  • optional ein klassisches Geophon für niedrige Frequenzen
  • GPS-Modul zur präzisen Zeitsynchronisation (entscheidend für Triangulation)
  • Edge-Vorverarbeitung direkt am Knoten: nicht Rohdaten, sondern kompakte Vibrations-Embeddings werden übertragen
Backend · Auswertung
  • self-hosted auf Proxmox/Hetzner
  • MQTT für die Telemetrie der Knoten
  • Time-Series-DB (InfluxDB oder TimescaleDB)
  • ML-Pipeline (Autoencoder / Isolation Forest, dann multimodale Fusion)
  • Grafana-Dashboard für Echtzeit-Visualisierung
  • Latenz-Sonde: separater Dienst, der weltweit verteilte Endpunkte im Millisekunden-Takt pingt
// langfristiges_ziel

Die Vision reicht über Erdbeben hinaus. Ein ausreichend dichtes Netz aus Vibrations-, Latenz- und Verhaltensdaten ist im Grunde ein kontinuierliches „EKG des Planeten". Dieselbe Infrastruktur, die Beben erkennt, sieht als Nebenprodukt auch Verkehrsströme, industrielle Aktivität, Sturmsysteme und langsame geologische Prozesse. Das langfristige Ziel ist eine offene Plattform, auf der jeder mit einem Zehn-Euro-Knoten Teil eines globalen Sinnesorgans wird — und auf der Forscher, Behörden und Bürger in Echtzeit den Puls der Erde ablesen können.

enno@9es:~/research$ cat resonant-spaces.md experimental
R&D · 0x02

Resonante Räume

Architektur, die mit dem Menschen schwingt

// ziel

Messbar machen, warum sich manche Räume „gut anfühlen" und andere nicht. Bauliche Eigenfrequenzen und akustische Resonanzen werden mit den Bio-Reaktionen der Menschen im Raum gekoppelt. So lassen sich Räume gezielt entwerfen — für Entspannung, Fokus oder Schlaf — statt nach Bauchgefühl.

// technischer_ansatz

Zwei Sensorebenen, die korreliert werden. Raum-Vermessung: MEMS-Akzelerometer und Mikrofon-Arrays erfassen mechanische Eigenfrequenzen (typisch 4–30 Hz) und akustische Raummoden; eine FFT-Analyse erzeugt ein „Resonanz-Profil" des Raums. Bio-Feedback: Wearables (Herzratenvariabilität, EEG z.B. Muse, Hauttemperatur) zeichnen über Wochen den Zustand der Bewohner auf. Ein ML-Modell sucht Zusammenhänge zwischen Raumprofil und Wohlbefinden. Im aktiven Schritt wird gezielt akustisch moduliert — etwa eine 8-Hz-Hüllkurve zur Anregung von Alpha-Wellen — und die Wirkung per Bio-Feedback gegengemessen.

stack ▸ ESP32-Sensorknoten · Python-Auswertung · FFT · Time-Series-DB · Dashboard

FFT Bio-Feedback EEG Alpha-Wellen Raumakustik
$ less resonant-spaces_full.md · 5 sektionen · these → machbarkeit → ziel → hardware → vision
// die_these

Jeder Raum besitzt physikalische Eigenschaften, die wir normalerweise nicht bewusst wahrnehmen: mechanische Eigenfrequenzen, in denen Boden, Wände und Konstruktion bevorzugt schwingen, sowie akustische Moden, die bestimmte Tonhöhen verstärken oder auslöschen. Der Mensch wiederum reagiert körperlich auf Frequenzen — das ist aus der Arbeitsmedizin (Ganzkörpervibration bei Fahrzeugführern) gut dokumentiert.

Die These von „Resonante Räume" lautet: Das verbreitete Gefühl, dass sich manche Räume „gut anfühlen" und andere subtil unangenehm sind, ist zu einem messbaren Teil auf das Zusammenspiel dieser Resonanz-Eigenschaften mit den Körper- und Hirnrhythmen der Menschen darin zurückführbar — und nicht allein eine Frage von Ästhetik, Licht oder Einrichtung. Wenn das stimmt, ließe sich Wohlbefinden im Raum erstmals datengetrieben verstehen und gezielt gestalten.

// machbarkeit & umsetzung

Dieses Projekt hat einen soliden Kern und eine spekulative Spitze — beide klar zu trennen ist hier entscheidend für die wissenschaftliche Integrität.

Was solide ist: Eigenfrequenzen und Raummoden zu vermessen, ist etablierte, triviale Messtechnik. Auch die Erfassung von Bio-Signalen über Wearables (Herzratenvariabilität, Hauttemperatur, Schlafqualität) ist Alltag. Eine sauber angelegte Korrelationsstudie — welche Raumprofile gehen über Wochen mit welchem gemessenen Wohlbefinden einher — ist seriös, machbar und für sich genommen schon ein wertvolles Ergebnis. Das ist der Teil, mit dem man anfängt.

Was die offene, kontroverse Forschungsfrage ist: Die aktive Behauptung, man könne über akustische Modulation gezielt Hirnwellen anregen (etwa eine 8-Hz-Hüllkurve zur Förderung von Alpha-Zuständen), gehört in den Bereich des „Brainwave Entrainment". Die Evidenzlage dazu ist gemischt und schwach; binaurale Beats etwa zeigen in Studien bestenfalls geringe, oft nicht reproduzierbare Effekte. Consumer-EEG (z. B. Muse) ist zudem verrauscht. Dieser Teil wird daher ausdrücklich als zu prüfende Hypothese behandelt, nicht als Versprechen. Genau das macht ihn zu echter Forschung statt zu Wellness-Marketing: ergebnisoffen, mit der realen Möglichkeit, dass die Wirkung gegen null geht.

Die ehrliche Reihenfolge ist also: erst messen und korrelieren (solide), dann erst behutsam aktiv eingreifen und gegenmessen (offen).

// ziel & begründung

Architektur und Innenarchitektur arbeiten bis heute überwiegend mit Intuition, Erfahrung und Geschmack, wenn es um die emotionale Wirkung von Räumen geht. Es gibt erstaunlich wenig harte, übertragbare Daten darüber, warum ein Raum beruhigt oder stresst. Ein evidenzbasiertes Verständnis hätte enormen praktischen Wert — für Wohnungsbau, Büros, vor allem aber für Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Therapieräume, wo das Befinden der Menschen unmittelbar zählt.

Die Idee ist deshalb gut, weil sie eine echte Wissenslücke an einer ungewöhnlichen Schnittstelle adressiert: Bauphysik und Akustik existieren als Disziplinen, Bio-Sensorik existiert — aber kaum jemand verbindet beide systematisch mit günstiger Maker-Hardware über lange Zeiträume im echten Wohnalltag. Das ist der Pionier-Anteil.

// hardware-aufbau
Raum-Vermessung
  • ESP32 mit hochauflösendem MEMS-Akzelerometer (Eigenfrequenzen 4–30 Hz)
  • Mess-Mikrofon mit kalibriertem Audio-Interface für die akustischen Raummoden
  • FFT-Analyse erzeugt daraus ein individuelles „Resonanz-Profil" jedes Raums
  • Umweltsensoren (CO₂, Temperatur, Luftfeuchte) als Kontrollgrößen gegen Störfaktoren
Bio-Feedback
  • HRV-Sensor (z. B. Polar-Brustgurt) als robusteste Stress-/Entspannungsmessung
  • optionales Consumer-EEG (Muse) — mit dem Vorbehalt hoher Rauschanfälligkeit
  • Hauttemperatur und Schlaf-Tracking über längere Zeiträume
Aktiver Schritt · optional, experimentell
  • Lautsprechersystem zur gezielten akustischen Modulation
  • parallele Bio-Messung zur ergebnisoffenen Wirkungskontrolle
Auswertung
  • Python-Pipeline, Time-Series-DB
  • Korrelations- und ML-Analyse, Dashboard
// langfristiges_ziel

Am Ende steht die Idee einer „Resonanz-Bibliothek": eine wachsende, offene Sammlung vermessener Raumtypen mit den zugehörigen Bio-Reaktionsmustern. Daraus könnte ein Planungswerkzeug für Architekten entstehen, das schon in der Entwurfsphase abschätzt, wie ein Raum auf Menschen wirken dürfte — ein „Wohlfühl-Simulator" auf physikalischer Grundlage. Selbst ein klar negatives Gesamtergebnis wäre wissenschaftlich wertvoll: Es würde sauber zeigen, welche Raumeigenschaften eben doch keinen messbaren Einfluss haben — und damit verbreitete Annahmen entzaubern.

enno@9es:~/research$ cat voicevitals.md experimental
R&D · 0x03

VoiceVitals

Die Stimme als Biomarker

// ziel

Ein offenes System, das aus alltäglichen Sprachaufnahmen — Smart Speaker, Telefonate, Sprachnotizen — feinste Veränderungen erkennt, die früh auf Parkinson, Alzheimer, Depression oder Stimmungsschwankungen hindeuten. Oft lange, bevor klassische Symptome auffallen. Anders als kommerzielle Pilotprojekte: explizit Open Source und privatsphäre-zentriert.

// technischer_ansatz

Feature-Extraktion akustischer Marker (Jitter, Shimmer, Formanten, Sprechtempo, Pausenstruktur) mit openSMILE oder praat-parselmouth. Darauf ein ML-Klassifikator (Gradient Boosting oder kleines Transformer-Modell), trainiert auf gelabelten Sprachdatensätzen; Vorverarbeitung lokal mit whisper.cpp, sodass das System on-device laufen kann. Privacy-by-Design: Verarbeitung lokal, keine Roh-Audio-Speicherung, nur abstrakte Feature-Vektoren. Statt einer Momentaufnahme eine persönliche Baseline mit Trend-Erkennung über die Zeit.

stack ▸ Python/PyTorch · openSMILE / parselmouth · whisper.cpp · Edge-Deployment · optionale Begleit-App

Open Source Edge-AI Privacy-by-Design Sprach-DSP Transformer
$ less voicevitals_full.md · 5 sektionen · these → machbarkeit → ziel → hardware → vision
// die_these

Die menschliche Stimme ist ein außerordentlich hochaufgelöster Spiegel des neurologischen und psychischen Zustands. An ihrer Erzeugung sind über hundert Muskeln, mehrere Hirnregionen und eine präzise zeitliche Koordination beteiligt — entsprechend empfindlich reagiert sie auf kleinste Veränderungen im System. Erkrankungen wie Parkinson, beginnende Demenz oder Depression hinterlassen messbare Spuren in der Stimme, häufig lange bevor die Betroffenen oder ihre Ärzte erste klassische Symptome bemerken.

Die These von VoiceVitals: Diese Veränderungen sind für das menschliche Ohr unhörbar, aber algorithmisch zuverlässig erfassbar — und damit ließe sich aus alltäglichen Sprachaufnahmen ein niedrigschwelliges, kontinuierliches Frühwarnsystem für die Gesundheit bauen.

// machbarkeit & umsetzung

Von den vier Forschungsgebieten ist dieses wissenschaftlich am besten abgesichert.

Die Forschung zu Stimmbiomarkern bei Parkinson ist umfangreich und belastbar; Pionierarbeiten wie die Parkinson's Voice Initiative und große Smartphone-Studien haben gezeigt, dass sich die Erkrankung allein aus Sprachmerkmalen mit hoher Genauigkeit erkennen lässt. Für Depression und Stimmungslagen ist die Evidenz ebenfalls gut, für sprachliche Frühmarker bei Alzheimer wächst sie rasch.

Der Pionier-Anteil liegt nicht in der Wissenschaft, sondern in der Umsetzung: Bisher existieren fast nur geschlossene, kommerzielle Pilotprojekte, die Audio in die Cloud schicken. Ein offenes, lokal laufendes, privatsphäre-wahrendes System, das im Alltag über vorhandene Geräte (Smart Speaker, Telefon, Sprachnotizen) funktioniert, fehlt. Genau diese Lücke füllt VoiceVitals.

Technisch werden aus dem Sprachsignal etablierte akustische Merkmale extrahiert — Jitter und Shimmer (Mikroschwankungen in Frequenz und Amplitude), Formantenlage, Sprechtempo, Pausenstruktur, Stimmhaftigkeit — mit Werkzeugen wie openSMILE oder praat-parselmouth. Darauf arbeitet ein ML-Klassifikator (Gradient Boosting oder ein kleines Transformer-Modell). Die Vorverarbeitung läuft lokal, etwa mit whisper.cpp, sodass das gesamte System on-device bleiben kann.

Wichtige Einordnung: VoiceVitals ist ausdrücklich ein Screening- und Frühwarn-Hilfsmittel, kein Diagnose-Ersatz. Es ersetzt keinen Arzt, sondern liefert einen Anstoß, früher einen aufzusuchen. Diese Grenze sauber zu kommunizieren, ist Teil des Projekts.

// ziel & begründung

Bei vielen dieser Erkrankungen entscheidet der Zeitpunkt der Erkennung über den weiteren Verlauf. Bei Parkinson etwa beginnt der neuronale Abbau oft Jahre vor der Diagnose; ein früherer Start von Therapie und Bewegung verbessert die Lebensqualität messbar. Depression bleibt häufig lange unerkannt, gerade weil Betroffene den eigenen Zustand schlecht einschätzen.

Ein System, das ganz nebenbei aus normaler Sprache eine persönliche Baseline lernt und auf langsame Abweichungen aufmerksam wird, senkt die Hürde zur Früherkennung auf praktisch null — kein Termin, kein Test, kein bewusster Aufwand. Dass es dabei lokal und datenschutzfreundlich arbeitet, ist kein Nebenpunkt, sondern die Grundvoraussetzung dafür, dass Menschen ein solches System überhaupt in ihr Zuhause lassen. Gerade bei Gesundheitsdaten ist Vertrauen die eigentliche Währung — und ein offenes System schafft dieses Vertrauen, das eine Cloud-Blackbox nie bieten kann.

// hardware-aufbau

Dieses Projekt ist überwiegend softwarezentriert; die Hardware bleibt bewusst schlank und alltagstauglich.

Erfassung & Recheneinheit
  • Mikrofon-Array: ESP32-S3-Smart-Speaker-Knoten oder vorhandenes Mikro am Rechner/Telefon
  • Raspberry Pi 5 (o. ä. mit NPU) für On-Device-Inferenz; größere Modelle auf lokaler Workstation
Verarbeitung & Privacy
  • whisper.cpp zur Segmentierung
  • openSMILE / parselmouth zur Merkmalsextraktion, schlanker Klassifikator zur Bewertung
  • Privacy-by-Design: keine Roh-Audio-Speicherung — nur abstrakte Feature-Vektoren und Trendwerte
  • Auswertung: persönliche Baseline statt Momentaufnahme, Langzeit-Trend, lokales Dashboard
// langfristiges_ziel

Das Fernziel ist ein offener „Gesundheits-Frühwarn-Layer" für die Stimme, der sich in beliebige vorhandene Geräte integrieren lässt — vom Smart Speaker über das Hörgerät bis zur Telefonanlage. Auf freiwilliger Basis und vollständig anonymisiert könnte daraus ein offener Forschungsdatensatz entstehen, der die Wissenschaft zu Stimmbiomarkern weiter voranbringt. Der Leitgedanke bleibt konstant: Gesundheitsvorsorge, die ohne zusätzlichen Aufwand im Alltag mitläuft und deren Daten beim Menschen bleiben, nicht beim Konzern.

enno@9es:~/research$ cat cosmicseed.md stark experimental
R&D · 0x04

CosmicSeed

Echter Zufall aus kosmischer Strahlung

Bewusst als Research-Playground positioniert — stark experimentell, kein Produkt.
// ziel

Kosmische Strahlung als Quelle für echten, physikalisch nicht vorhersagbaren Zufall nutzen — als „Mutations-Treiber" für evolutionäre Algorithmen und Bio-Computing-Experimente. Solche Systeme können Lösungsräume erkunden, die deterministische Pseudo-Zufallsgeneratoren prinzipiell nie erreichen.

// technischer_ansatz

Detektion über einen günstigen Geiger-Müller-Zähler oder Halbleiter-Detektor (PIN-Diode mit Verstärker) am ESP32 oder Raspberry Pi. Jedes registrierte Strahlungs-Event liefert echte Entropie; das Timing zwischen den Events speist einen Hardware-Zufallsgenerator, dessen Qualität mit Test-Suiten wie Dieharder oder der NIST-Suite geprüft wird. Dieser Entropie-Strom treibt dann genetische/evolutionäre Algorithmen an; optional gekoppelt an Bakterienkultur-Experimente, deren strahlungsbedingte Mutationsrate selbst als Rechenelement dient.

stack ▸ C/Python (Event-Capture) · RNG als API-Service · Demo mit genetischem Algorithmus

True-RNG Hardware-Entropie Genetic Algorithms Geiger-Müller Bio-Computing
$ less cosmicseed_full.md · 5 sektionen · these → machbarkeit → ziel → hardware → vision
// die_these

Aus den Tiefen des Alls trifft permanent ein feiner Regen geladener Teilchen auf die Erde — kosmische Strahlung. Wann genau das nächste Teilchen einen Detektor auslöst, ist nicht annähernd, sondern prinzipiell unvorhersagbar: Es ist echter physikalischer Zufall, der direkt aus der Quantennatur des radioaktiven Zerfalls und der Teilchenphysik stammt. Macht man diese Einschläge messbar, gewinnt man eine Quelle für echten Zufall (einen True Random Number Generator, TRNG), wie ihn kein Algorithmus erzeugen kann.

Die These von CosmicSeed geht einen Schritt weiter: Dieser echte Zufall lässt sich als „Mutationsquelle" für evolutionäre Berechnung nutzen. Genetische und evolutionäre Algorithmen leben von Zufall, arbeiten heute aber mit deterministischen Pseudo-Zufallsgeneratoren. Die offene Frage ist, ob echter physikalischer Zufall solche Systeme andere — vielleicht reichere — Lösungsräume erkunden lässt, die ein PRNG strukturell nie erreicht.

// machbarkeit & umsetzung

Auch hier ist die ehrliche Trennung zwischen solidem Fundament und spekulativer Spitze entscheidend.

Der Zufallsgenerator — absolut real und sofort baubar. Strahlungsbasierte TRNGs sind ein Klassiker. Schon seit den 1990er-Jahren betreibt John Walker mit HotBits einen öffentlichen Zufallsdienst, der echte Zufallszahlen aus radioaktivem Zerfall speist. Ein Geigerzähler am Mikrocontroller, dessen Pulsabstände man als Entropie auswertet, ist ein bewährtes, gut verstandenes Projekt. Dieser Teil ist kein Forschungsrisiko, sondern handwerklich klar lösbar.

Der Bio-Computing-Teil — bewusst Vision. Die Idee, Bakterienkulturen als rechnende Systeme zu nutzen und ihre strahlungsbedingten Mutationen als Rechenelement einzusetzen, ist hochspekulativ und gehört eher in den Bereich Gedankenexperiment als kurzfristige Umsetzung. Sie wird ausdrücklich als ferne, visionäre Perspektive gekennzeichnet, nicht als Roadmap.

Der eigentliche Forschungswert liegt dazwischen: Ist echter physikalischer Zufall in evolutionären Algorithmen messbar anders oder besser als ein hochwertiger PRNG? Die ehrliche Erwartung ist, dass der Unterschied gering ausfällt — moderne PRNGs sind exzellent. Aber genau das ist eine saubere, testbare Frage, und ein null- oder negatives Ergebnis wäre selbst informativ. CosmicSeed ist deshalb bewusst als experimenteller Research-Playground positioniert, nicht als Produktversprechen.

// ziel & begründung

Echte Entropie ist eine knappe und wertvolle Ressource — in Kryptografie, in wissenschaftlichen Simulationen, in jeder Anwendung, die nachweisbar nicht manipulierbaren Zufall braucht. Eine eigene, physikalisch fundierte Quelle aufzubauen, die unabhängig von zentralen Diensten arbeitet, hat handfesten Wert.

Darüber hinaus ist die Idee gerade deshalb reizvoll, weil sie eine fast philosophische Frage praktisch testbar macht: Macht es einen Unterschied, ob „Kreativität" in einem Algorithmus aus einer deterministischen Formel oder aus echtem, fundamentalem Zufall des Universums gespeist wird? Diese Frage berührt Determinismus, Emergenz und das Wesen von Neuheit in Berechnung. Sie experimentell und mit günstiger Hardware angreifbar zu machen, statt sie nur zu diskutieren, ist der eigentliche Pionier-Gedanke. Und unabhängig vom Ausgang entsteht dabei etwas Greifbares: ein funktionierender, prüfbarer Zufallsdienst aus den Teilchen ferner Sterne.

// hardware-aufbau
Variante A · Geiger-Müller (klassisch)
  • Geiger-Müller-Röhre (z. B. SBM-20)
  • Hochspannungsversorgung für die Röhre
  • Puls-Detektorschaltung
  • ESP32 / Raspberry Pi zur Erfassung der Pulsabstände
Variante B · Halbleiter (kompakt, ohne HV)
  • PIN-Photodiode (z. B. BPW34) als Festkörper-Teilchendetektor
  • empfindlicher Verstärker
  • Mikrocontroller zur Pulsmessung
Entropie-Verarbeitung
  • Timing zwischen den Einschlägen als Rohentropie
  • Von-Neumann-Whitening zur Beseitigung von Bias
  • statistische Prüfung mit Dieharder & NIST STS
  • Bereitstellung als RNG-Service über eine API
Anwendungsdemo
  • ein genetischer Algorithmus, wahlweise aus dem kosmischen Entropie-Strom oder aus einem PRNG gespeist — für den direkten Vergleich
// langfristiges_ziel

Die langfristige Vision ist ein Netzwerk verteilter kosmischer Entropie-Knoten — eine Art „kosmisches random.org", das echten, physikalisch erzeugten Zufall als offenen öffentlichen Dienst bereitstellt. Darauf aufbauend könnte eine Plattform für evolutionäre Kunst, Musik und Design entstehen, die bewusst mit echtem Zufall arbeitet — Werke, deren Neuheit nicht aus einer Formel, sondern aus dem Universum selbst stammt. Der Weg dorthin bleibt experimentell und ergebnisoffen, und genau das ist der Reiz.

enno@9es:~/research$ cat aethersense.md prototyp · getestet
R&D · 0x05

AetherSense

Vitalzeichen aus dem Funkfeld

// ziel

Jede Bewegung in einem Raum verändert, wie sich Funkwellen ausbreiten — selbst das Heben und Senken des Brustkorbs beim Atmen. Moderne WLAN-Chips erfassen diese Ausbreitung ohnehin permanent als Channel State Information (CSI). AetherSense liest daraus ein kontaktloses Abbild der Vitalfunktionen: ohne Kamera, ohne Wearable, im Dunkeln und sogar durch Wände hindurch. Das gewöhnliche WLAN wird zum unsichtbaren, allgegenwärtigen Vitalsensor.

// technischer_ansatz

Atmung ist robust ableitbar — ein langsames, regelmäßiges Signal (~0,2–0,3 Hz), das sich per Bandpassfilter zuverlässig aus dem CSI-Rauschen löst; die Grundfunktion ist im eigenen Aufbau bereits erfolgreich getestet. Herzschlag (~1 Hz) ist deutlich fragiler und gelingt nur unter kontrollierten Bedingungen. Der eigentliche Forschungsanteil: Mehrpersonenfähigkeit und kalibrierungsfreie Generalisierung. Einstieg über ESP32 (esp-csi), höhere Auflösung via Nexmon-Broadcom oder Intel-5300-NIC; Signalkette aus Rauschfilterung, Bandpass, spektraler Analyse/Peak-Detection und einem ML-Modell für Robustheit. Mit IEEE 802.11bf (2025) ist WLAN-Sensing offiziell vorgesehener Standard.

stack ▸ ESP32 / esp-csi · Nexmon / Intel-5300 · Raspberry Pi 5 · ML · Home Assistant

WiFi-CSI IEEE 802.11bf Contactless Vitals DSP Privacy-by-Design
$ less aethersense_full.md · 5 sektionen · these → machbarkeit → ziel → hardware → vision
// die_these

Jede Bewegung in einem Raum verändert, wie sich Funkwellen darin ausbreiten — sie werden reflektiert, gebeugt, gedämpft und überlagern sich zu einem feinen Interferenzmuster. Das gilt selbst für Bewegungen, die kaum wahrnehmbar sind: das Heben und Senken des Brustkorbs beim Atmen, im Idealfall sogar das winzige Pochen des Herzschlags. Moderne WLAN-Chips erfassen diese Ausbreitungsbedingungen ohnehin permanent in Form der Channel State Information (CSI), um ihre Übertragung zu optimieren.

Die These von AetherSense: In genau diesen CSI-Daten steckt ein präzises, kontaktloses Abbild der Vitalfunktionen jeder Person im Raum. Ohne Kamera, ohne am Körper getragenes Gerät, im Dunkeln und sogar durch Wände hindurch lässt sich daraus die Atmung ableiten — und unter guten Bedingungen mehr. Das gewöhnliche WLAN wird zum unsichtbaren, allgegenwärtigen Vitalsensor.

// machbarkeit & umsetzung

Dieses Projekt ist von den fünfen das mit dem unmittelbarsten Praxisbeweis — die grundlegende Funktion wurde im eigenen Aufbau bereits erfolgreich getestet, und die wissenschaftliche Grundlage ist solide.

Was robust funktioniert — Atmungserkennung. Das Atemsignal ist langsam und regelmäßig (rund 0,2–0,3 Hz) und lässt sich mit einem geeigneten Bandpassfilter sehr zuverlässig aus dem CSI-Rauschen herauslösen. Die Forschung dazu ist umfangreich und reproduzierbar. Mit der Ratifizierung des Standards IEEE 802.11bf (WLAN Sensing, 2025) ist kontaktloses Sensing zudem offiziell zum vorgesehenen Anwendungsfall von WLAN geworden — das treibt künftig den Hardware-Support breit voran.

Was anspruchsvoller ist — ehrliche Einordnung. Die Herzschlag-Erkennung ist deutlich fragiler. Das Signal ist schneller (rund 1 Hz), hat eine viel kleinere Amplitude und wird häufig vom stärkeren Atemsignal überlagert; sie gelingt nur unter kontrollierten Bedingungen. Genauso real sind die Grenzen bei mehreren Personen im Raum (überlagernde Signale), bei Bewegungsartefakten (eine sich bewegende Person übertönt das feine Atemmuster vollständig) und bei der Übertragbarkeit zwischen verschiedenen Räumen ohne Neukalibrierung. Genau diese Punkte — Mehrpersonenfähigkeit und kalibrierungsfreie Generalisierung — sind der eigentliche Forschungs- und Pionieranteil.

Werkzeuge & Vorgehen. Als günstigster Einstieg dienen ESP32-basierte Aufbauten (ESP32-CSI-Tool, Espressif esp-csi); für höhere Auflösung kommen Nexmon-fähige Broadcom-Chips oder die klassische Intel-5300-NIC infrage. Die Signalkette führt von den CSI-Rohdaten über Rauschfilterung und Bandpass zur spektralen Analyse bzw. Peak-Detection, ergänzt um ein ML-Modell, das die Robustheit gegenüber Störungen erhöht.

// ziel & begründung

Kontaktlose Vitalüberwachung adressiert ein echtes, breites Bedürfnis — und die Anwendungen in der Medizin sind kaum zu zählen. Drei besonders starke:

Klinik. Kontinuierliches Atemmonitoring ohne Verkabelung bedeutet Bewegungsfreiheit für Patienten, keine Hautirritationen durch Elektroden, weniger Aufwand für das Personal.

Pflege und Zuhause. Ältere, allein lebende Menschen lassen sich überwachen, ohne dass eine stigmatisierende Kamera im Wohnraum hängt — ein entscheidender Akzeptanzfaktor. Atemstillstände, Stürze oder nächtliche Notlagen können erkannt werden, gerade auch bei Menschen mit Demenz, die ein Wearable nicht zuverlässig tragen würden.

Schlafmedizin und Säuglinge. Atmungsmuster über die ganze Nacht, ohne die Verkabelung eines Schlaflabors — relevant etwa fürs Schlafapnoe-Screening. Bei Säuglingen ist die kontaktlose Atemüberwachung ein naheliegender Anwendungsfall.

Der Grund, warum die Idee so überzeugt, liegt in drei Eigenschaften, die kaum eine andere Technologie zugleich bietet: Sie nutzt Infrastruktur, die in fast jedem Gebäude schon vorhanden ist (WLAN). Sie wahrt die Privatsphäre, weil sie keine Bilder erzeugt — ein gewaltiger Vorteil gegenüber Video gerade in Schlafzimmer, Bad und Pflege. Und sie verlangt von der überwachten Person nichts: kein Anlegen, kein Aufladen, kein Bewusstsein über den Vorgang.

Wichtige Einordnung: Ein medizinischer Einsatz im engeren Sinn erfordert klinische Validierung und Zulassung; AetherSense ist zunächst eine offene Forschungs- und Assistenzplattform, kein zertifiziertes Medizinprodukt. Diese Grenze sauber zu ziehen, gehört zum Projekt.

// hardware-aufbau
Erfassung · Einstieg
  • ESP32 mit esp-csi / ESP32-CSI-Tool als günstigste und flexibelste Basis
  • ein Sender (kann ein normaler Access Point sein) + ein oder mehrere Empfänger zur CSI-Erfassung; mehrere Empfänger verbessern Abdeckung und Mehrpersonen-Trennung
Erfassung · höhere Auflösung
  • Router mit Nexmon-fähigem Broadcom-Chip
  • alternativ Intel-5300-NIC als etabliertes Forschungs-Setup
Verarbeitung
  • Raspberry Pi 5 o. ä. Edge-Einheit für Echtzeit-Signalverarbeitung
  • Signalkette: CSI-Rohdaten → Rauschfilter → Bandpass (Atemfrequenz) → spektrale Analyse / Peak-Detection → ML-Klassifikation
  • für Herzschlag-Experimente: feinere Subträger-Auswahl und Trennung vom Atemsignal
Integration
  • Anbindung an Home Assistant für Alarmierung, Trendaufzeichnung und Smart-Home-Reaktionen
  • lokales Dashboard; Verarbeitung bleibt im Haus, keine Cloud nötig
// langfristiges_ziel

Die Vision ist ein offenes, kalibrierungsfreies und mehrpersonenfähiges Vital-Sensing-System, das in jedem beliebigen Raum mit vorhandenem WLAN läuft — Gebäude, die im Wortsinn „spüren", wer anwesend ist, wie er atmet und ob es ihm gut geht. Von der Säuglingsüberwachung über das nächtliche Apnoe-Screening bis zur Notfallerkennung bei allein lebenden Senioren entstünde eine durchgängige, unsichtbare Schutzschicht. Als Open-Source-Ansatz wäre AetherSense der bewusste Gegenentwurf zu proprietären Radar- und Kameralösungen: privatsphäre-wahrend, herstellerunabhängig und auf Hardware aufsetzend, die ohnehin in der Wand steckt.

Meine Server

Vom Game-Cluster bis zur Firewall — ein selbst betriebenes Rechenzentrum aus 27 Nodes. Virtualisierung, Datenbanken, Reverse-Proxies, VPN und Backups, alles in Eigenregie und mit nordischen Codenamen. Status: alles grün.

27 / 27 NODES ONLINE cluster · 3 nodes · uptime 100%
1x01velocity
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3x05tunnel-zero
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Backup Server · 6 TB
3x08localhost
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3x09gzip
Web-Server (HTML)

Was Kunden sagen

Ein paar Stimmen aus Projekten der letzten Jahre.

★★★★★
Enno hat unsere Website nicht nur gebaut, sondern mitgedacht. Sie lädt schneller und sieht besser aus als alles, was wir vorher von Agenturen bekommen haben.
MR Markus Reinhardt Geschäftsführer · Büromöbel-Hersteller, Region Ulm
★★★★★
Vom Logo bis zum Server alles aus einer Hand — und wenn mal was klemmt, ist er in Minuten erreichbar. Diese Verlässlichkeit ist für uns Gold wert.
SB Sandra Bühler Marketingleitung · Maschinenbau
★★★★★
Wir hatten nur eine vage Idee — Enno hat ein fertiges Produkt daraus gemacht. Technisch tief, aber erklärt's so, dass man es versteht.
TM Tobias Maier Inhaber · Online-Handel

So läuft's ab

Kein Agentur-Pingpong, keine versteckten Kosten. Vier Schritte vom ersten Gespräch bis zum Launch.

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Kennenlernen

Unverbindliches Erstgespräch. Was brauchst du, was ist das Ziel, was ist realistisch? Ich höre erstmal zu.

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Konzept

Ein klarer Plan: Was wird gebaut, wie, in welcher Reihenfolge. Du weißt vorher, was kommt — keine Black Box, kein Fachchinesisch.

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Umsetzung

Ich baue, du bekommst regelmäßig Zwischenstände. Kurze Wege per Telefon oder WhatsApp statt anonymem Ticket-System.

0x04

Launch & Support

Übergabe, Einweisung, online. Und auch danach bin ich erreichbar, wenn etwas nachjustiert werden muss.

Projekt im Kopf?

Du hast eine Idee, die Form braucht? Ich nehme gelegentlich Projekte an — lass uns reden, unkompliziert und unverbindlich.

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